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Verlegungsanleitung für Produkte mit LeimverbindungSo verlegen Sie Timberwise Holzböden
 Bitte lesen Sie diese Informationen aufmerksam durch. Falls die Anweisungen nicht eingehalten werden, können vom Hersteller keine Produktgarantieren gewährleistet werden.
Timberwise Naturböden werden normalerweise als schwimmender Boden verlegt. Wenn ein Fachmann zur Hilfe steht, kann die Verlegung des Produktes auf den Unterboden durch vollflächige Verklebung geschehen. Nach der Verlegeung kann der Boden sofort genutzt werden
1. VOR DER VERLEGUNG
- Kontrollieren Sie, daß die relative Luft-feuchte des Raumes 40 - 60 % RH und Temperatur +18- 24 C beträgt. Wird eine relative Luftfeuchtigkeit von 40% RH unterschritten, kann dies zu Rissbildung in den Dielen führen.
- Die Unterlage muß stabil, fest, solid, ge-rade, trocken und sauber sein. Eine Beton-unterlage muß mindestens geglättet sein. Eine Unterlage aus Platten oder Holz darf keine Eingriffe oder hochliegende Nagel- und Schraubenköpfe haben.
- Die relative Feuchte der Unterlage wird vor der Verlegung gemessen. Sie können die Feuchtigkeit leicht dadurch feststellen, daß Sie 1 m² Plastikfolie für 24 Stunden mit Klebeband an den Kanten gespannt auf die Unterlage breiten. Eine sich unter die Folie auf die Unterlage (Beton) sammelnde Feuchtigkeit deutet auf verdunstende überflüssige Feuchtigkeit, und deswegen darf mit der Verlegeungsarbeit nicht begonnen werden. Genaue Feuchtig-keitswerte der Unterlage erhält man mit elektrischen Spezialmessgeräten der qualifizierten Parkettverleger.
- Beträgt die Feuchtigkeit bei der Verlegung max. < 60 % RH (oder im Gewichtsprozent <1,5 %) ist eine Feuchtigkeitsiisolation nicht nötig.
- Bei einer Feuchtigkeitswert von 60 - 80 % RH wir als Feuchtigkeitsisolation z.B. eine 0,2 mm dicke Plastikfolie verwendet, die mit einer 200 mm Überlappung gelegt oder mit Klebeband befestigt wird.
- Wenn die Unterlagenfeuchtigkeit > 80 % RH beträgt, kann mit der Verlegung nicht begonnen werden.
Die Pakete dürfen erst beim Beginn der Verlegung geöffnet werden ! 2. EIN GLEICHMÄSSIGER UNTERGRUND
- Die Gleichmäßigkeit des Untergrundes wird vor dem Start der Verlegung z.B. mit einer Brettkante gemessen. Eine Abweichung von ± 3 mm für eine Strecke von 2500 mm ist erlaubt.
- Unregelmäßigkeiten und Differenzen im Boden werden bei Bedarf abgeglichen, wonach die Oberfläche mit einem Bodenpolier geschliffen wird.
- Unregelmäßigkeiten und Eingriffe an Plattenkanten werden durch Schleifen entfernt. Wenn der alte Holzboden uneben ist, muß dessen Oberfläche geschliffen werden. Es wird auch empfohlen die Vernagelung zu kontrollieren, und den Boden bei knarrenden Stellen mit Zwirnnageln an die Träger festzunageln.
3. WERKZEUGE
- Nötige Werkzeuge sind Hammer, Bohr-maschine, Meissel, Messer, Rechteck, Maß, Bleistift, Keile, PVAC –Nutenleim, Verlege-Eisen, harter Schlagschutz aus Plastik oder Holz.
4. TRITTSCHALLISOLATION UND FEUCHTIGKEITSSCHUTZ
- Zwischen der Unterlage und der Diele wird normalerweise als Unterlagenausgleicher und Trittschallisolation ein Zwischenmaterial montiert . Es wird empfohlen, die Trittschall-isolation quer hinsichtlich den Dielen aufzu-legen. Die Dielen können auch direkt auf Filzbeschichtete Kunsstoffteppich verlegt werden, wenn der Teppich gleichmäßig liegt. Weiche Spannteppiche (Fadenhöhe > 3 mm) sind meis-tens zu elastisch, und müssen deswegen entfernt werden. Nachdem die neuen Trittschallbestimmungen in Kraft treten, muß immer vergewissert werden, daß bei Konstruktion des Zwischenbodens die neuen Bestimmungen berücksichtigt worden sind.
Alternative für Trittschallisolation:
- Korkgranulatfilz ist mit Bitumen ge-strichener Karton, auf dem Korkkörner gestreut sind. Das Produkt funktioniert als Schallisolation.
- Emulgierte 3 mm dicke Polyäthylenfolie mit geschlossenen Zellen funktioniert als Schall- und Feuchtigkeitsisolation.
- Wellen aufwärts gelegte Wellpappe funktioniert nur als Trittschallisolation. Als Feuchtigkeitssperre muß z.B. eine 0,2 mm dicke Plastikfolie montiert werden, deren Kanten sich mit 200 mm überlappen.
5. ERSTE DIELE – ERSTE REIHE (ALLER ANFANG IST SCHWER)
- Verlegen Sie die Dielen in Richtung des fallenden Tageslichtes. Wenn unten ein alter Holzboden liegt, montieren Sie den neuen Boden quer hinsichlich des alten Bodens.
- Legen Sie von der ersten Diele die Nuten gegen die Wände, und verleimen Sie die Dielen der ersten Reihe nur an den Stirnfugen aneinander. In Längsrichtung der Diele soll gegen die Wand eine Dehnungsfuge von ca. 10 mm gelassen werden. Vergessen Sie nicht, die Stirnfugen mit Hilfe des Montageeisens zu spannen, wenn der Leim noch elastisch ist
- Bei gerader Wand können Sie die Keile zwischen die Wand und den Dielen nach der Verlegung der vierten Reihen legen.
- Bei schiefer Wand (z.B. alte Wohnungen), verarbeiten Sie die Form der ersten Diele, damit die Verlegung in gewünschter Linie beginnen kann.
- In grossen Räumen (über 10 Meter in der Länge oder 8 Meter in der Breite) ist die Dehnfuge anzupassen. Als Faustregel sind bis zu einer Länge bzw. Breite von 6 Metern 10 mm ausreichend. Darüberhinaus sollte die Dehnfuge um 1,5 mm für jeden weiteren Meter vergrössert werden.
Kontrollieren Sie die Dielen in guter Beleuctung vor der Verlegung (Verleimung und Schlag zur Nute).
Sollten Produktfehler auftauchen, bitte verlegen Sie die Diele nicht.
Als Hersteller sind wir nicht verantwortlich für solche Reklamationen, wo die Dielen auf dem Boden ohne Qualitätskontrolle verlegt worden sind. 6. VERLEGUNG DER DIELEN
- Fangen Sie die neue Reihe immer mit dem Abegesägten Stück der vorigen Reihe an. So vermindern Sie den Verlegverlust.
- Legen Sie die Dielen so, daß die Stirnnähte der nebeneinander liegenden Dielen sich mit mindestens 50 cm überschneiden.
- Klopfen Sie die Dielen aneinander mit Hilfe des Schlagschutzes. Eventuelle Leimreste sollen sofort abgewischt werden.
- Um Spalten bei den Nahtstellen zu vermeiden soll eine neue Diele immer von der freien Stirn ausgehend festgeschlagen werden.
7. RICHTIGE VERLEIMUNG DER DIELEN
- Leim sowohl in die Längsfugen als auch in die Stirnfugen spritzen.
- Leim auf die Kante der Nute spritzen, die auf die Oberflächenseite zeigt.
- Wenn eine passende Menge Leim in der Fuge liegt, kann daraus manchmal etwas hinaus auf die Oberfläche hervorquellen.
8. LEITUNGEN DER HEIZKÖRPER, TÜRÖFFNUNGEN UND ANDERE SCHWERE STELLEN
- Bohren Sie passende Löcher für die Leitungen und sägen Sie die Stücke auseinander. Befestigen Sie die Stücke wieder, wenn die Diele auf ihre richtige Stelle verlegt worden ist.
- Sägen Sie die Türeinfassungen kürzer so, daß die zu verlegende Diele genau darunter Raum hat.
- In schmalen Fluren soll eine quere Verlegung vermieden werden. Wenn es jedoch unvermeidlich ist, erleichtern Sie die Spannung der Diele durch sägen einer Entlastungskerbe an der unteren Seite der Diele.
- In großen zusammenhängenden Räumen soll mit breiteren Dehnungsfugen gerechnet werden. Nutzen Sie dazu z.B. die Schwellen.
9. ENDBEARBEITUNG
- Gleichen Sie die letzte Dielenreihe mit einem Brettstückes als Meßgerät aus.
- Lassen Sie die Verleiming 12 Stunden trocknen bevor Sie die Keile entfernen und die Leisten befestigen.
- Wenn die Verlegung störende Schlagstellen oder Spalten hat, verkitten Sie sie. Nach dem Trocknen können Sie die reparierten Stellen leicht mit Ölwachs behandeln.
10. VERLEGUNG AUF FUSSBODENHEIZUNG
- Der Unterboden muss mindestens 2 Wochen vor Verlegung trocken sein. Die Fussbodenheizung ist täglich um 5° anzuheben, bis zum Erreichen der Hälfte des Maximalwertes. Anschliessend ist die Heizung für 3 Tage auf maximaler Betriebsleistung zu betreiben. Danach ist die Oberflächentemperatur auf 18° abzusenken. Während der Aufwärm – bzw. Abkühlphase muss für eine gute Belüftung gesorgt werden.
- Schalten Sie die Heizung 1 Tag vor Verlegebeginn aus. Bevor Sie mit dem Verlegen beginnen, muss die relative Luftfeuchtigkeit 40-60% betragen. Verlegen Sie den Boden gemäss den Timberwise-Verlegeanleitung (siehe oben). Nehmen Sie die Fussbodenheizung 1 Tag nach Verlegung in Betrieb. Während der Aufwärmphase den Fussboden nicht mit Gegenständen oder Abdeckfolien belegen. Die Temperatur nun über 5 Tage langsam erhöhen, sodas die Oberflächentemperatur von 27° jedoch nicht überschritten wird.
- Die relative Luftfeuchtigkeit des Raumes sollte stets zwischen 40-60% liegen. Bei der Raumtemperatur werden 18 – 24° empfohlen. Werden diese Werte nicht eingehalten, ist mit stärkerem Quell – und Schwindverhalten zu rechnen, welches zu Riss – oder Fugenbildung führen kann. In diesem Fall können Produzent, Händler oder Verleger keine Gewährleistung übernehmen.
11. PFLEGEHINWEISE - Schützen Sie den Fußboden vor Sand und abtragendem Schmutz.
- Wasser und andere Flüssigkeiten möglichst schnell weg wischen.
- Regelmäßig dammsaugen und mit feuchtem, untropfend ausgewrungenem Mop fegen, bei Bedarf Seifenlösung verwenden.
- Verwenden Sie die Reinigungs- und Pflegemitteln von OSMO-Color oder gleichwertige Produkte, um eine gute Pflege Ihres Fußbodens zu erzielen.
- Mehr Informationen erhalten Sie jederzeit bei Ihrem Timberwise-Fachhändler.
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